Was ist Functional Training und für wen eignet es sich?

Functional Training entstammt der Physiotherapie.

Es ist eine Trainingsform, die das Erlernte und Trainingspensum in den Alltag transferieren soll . Während im klassischen Fitness – und Krafttraining einzelne Muskeln bewusst isoliert trainiert werden, zielt die Beanspruchung beim Functional Training auf den Bewegungsablauf und eine gesamte Muskelkette. Koordinativ sprechen wir dann von intermuskulärer Koordination, während diese Abläufe in einem einzelnen Muskel intramuskulär genannt werden. Diese Koordination ist wichtig, um eine sog. „Autostabilisation“ zu bewirken, da man sich während der Übungen immer selbstständig/automatisch stabilisieren muss und sich anders als an Fitnessgeräten nicht an deren Polster lehnen kann.

Populär wurde das Functional Training in Deutschland durch die Deutsche Fussball Nationalmannschaft unter der Regie von Jürgen Klinsmann und Marc Versteegen. Der Nische des Trendsports ist Functional Training längst entwachsen und erfreut sich großer Beliebtheit. Viele große und führende Fitnessstudios und -ketten haben ihre Trainingsflächen diesen neuen Ansprüchen folgend umgestaltet. Unzählige Laufbänder und Hantelstangen wichen Slingtrainern und Medizinbällen.

 

Functional Training

Für wen ist Functional Training geeignet?

  • Sportler und Wiedereinsteiger jeden Alters, unabhängig vom Fitnesslevel
  • Berufstätige mit sich wiederholenden oder monotonen Arbeitsabläufen und Sitzpositionen
  • Traumapatienten ab Sportbelastbarkeit
  • Demenzkranke und Menschen mit Bewegungshemmung

Was kann man mit Functional Training erreichen?

 

Jeder Mensch hat natürlich eine andere Motivation und andere Ziele beim Training. Beim Functional Training sollte immer der Transfer der Übungen in Alltagsbewegungen im Vordergrund stehen. Anders als beispielsweise beim Bankdrücken geht es nicht um optische Veränderungen, die man als vermeintliche bessere Fitness deuten könnte (Breite Schultern = starker, belastbarer Rücken usw.) sondern um einen möglichst hohen Nutzwert. Welche Belastungen trage ich vom Beruf und Hobby davon, und wie kann ich diese kompensieren, korrigieren oder mich besser dabei bewegen? Man nutzt quasi die Ressourcen des Körpers und erhöht die Belastbarkeit. Dazu zählt neben der Kraftausdauer unbedingt auch die Beweglichkeit. Viele Kunden berichten mir nach den ersten Wochen des Functional Trainings, dass Bekannte, Verwandte oder Kollegen sie angesprochen hätten, dass sie „anders gehen oder stehen“ würden …mit viel mehr Grundspannung und Haltung. Sie selber merken zunächst oftmals eine Veränderung im Sinne von gesteigerter Mobilität ; sie fühlen sich beweglicher.

Was sind die häufigsten Übungen beim Functional Training?

Im Vordergrund stehen beim Functional Training Übungen mit dem eigenen Körpergewicht und Kleingeräten. Man setzt sich nicht an große Fitnessgeräte sondern nutzt Medizinbälle, Minibands, Tubes , kleine Hanteln und vieles mehr. Slingtrainer o.ä. bilden die Grundausstattung, um neben den sog. „Bodyweightübungen“ noch mehr Reize, Abwechslung und Widerstände in das Functional Training zu integrieren. Methodisch werden die Felder Kraftausdauer, Koordination, Balance, Mobilität, Schnellkraft und Ausdauer bedient.

Gibt es einen Unterschied zwischen Zirkeltraining und Intervalltraining?

Der Begriff Zirkeltraining ist vielen noch geläufig aus der Schulzeit oder dem Vereinssport. Dabei werden mehrere Übungen oftmals auch räumlich im Kreis oder Rechteck aufgebaut und angeordnet. Nicht immer allerdings bestand/besteht die Übungsaufgabe dann aber darin, bestmögliche Leistung in einem bestimmten Zeitintervall abzurufen. Die Vorgabe kann auch in Wiederholungen oder einer bestimmten Pulsfrequenz erfolgen, während das Intervalltraining immer einen zeitlichen Bezug hat. Ich bevorzuge das Intervalltraining, da es in der Natur des Menschen liegt, schneller mit „besser“ gleichzusetzen. Wünsche ich mir also von einem Kunden saubere Liegestütze im Tempo eines Tauchers für 60 Sekunden erhalte ich höchstwahrscheinlich eine sauberere Übungsausführung als bei der Vorgabe „bitte mach 15 Liegestütze“ was oft in einem wenig effektiven hektischen Zucken endet und nichts mehr mit sauberen Liegestütze zu tun hat. Die gängigsten Belastungsintervalle pro Übung sind dabei 40 bis 60 Sekunden, und die Pausen liegen zwischen jeder Übung bei 10, 15 oder 20 Sekunden. Ein relativ milder Intervall wäre also ein 40:20, während der 60:10 schon sehr anspruchsvoll ist.

Wie unterscheidet sich Functional Training von anderen Sportarten?

Functional Training

 

Functional Training bildet oftmals die Grundlage zur besseren Ausübung von anderen Sportarten. Es ist keine Sportart sondern eine Trainingsmethode, mithilfe derer man Leistungssteigerungen in seinem Lieblingssport erzielen kann. Das Trainieren in Muskelketten lässt die Bewegungsabläufe physiologischer und ökonomischer werden.

Warum ist Functional Training effektiv?

Soeben sprach ich von „ökonomischen“ Bewegungsabläufen. Die Bedeutung dahinter lautet: Der Körper kann mit den vorhanden Ressourcen optimal umgehen und sie zielgerichtet einsetzen. Es bedarf keiner gesteigerten Maximalkraft im Oberschenkel um höher oder weiter zu springen! Bessere Bewegungsabläufe und ein harmonischeres Ineinandergreifen von muskulären Abläufen ermöglichen zusammen mit optimierter Technik ein besseres sportliches Ergebnis und ein anderes Körpererlebnis.

 

Functional Training – was zahlt die Krankenkasse?

Gesetzlich Versicherte können bei mir mit einer Zusatzversicherung für Leistungen des Heilpraktikers für Physiotherapie trainieren. Selbstzahler und Privatversicherte bekommen eine Rechnung von mir, die sie ggf. einreichen können. Es gibt diverse Abrechnungspositionen, mit denen man Functional Training ausüben kann.

Functional Training Online Kurse und Homeoffice Training

Nicht jeder kann und will sich den Weg zum Trainer aufbürden und lieber räumlich und zeitlich unabhängig trainieren. Mit meinem langjährigen Jugendfreund und Geschäftspartner habe ich deshalb die klassische Rückenschule und meine Kurse für Online Functional Training auf einer Plattform , TMPO, vereint. Besuchen Sie uns auf TMPO und erfahren Sie dort mehr über unsere 6-8 wöchigen Kurse, die teilweise von den Krankenkassen erstattet werden.

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